Theateraufführung des Sara Nussbaum Zentrum
für Jüdisches Leben in Kassel
08. November 2026
Jüdische Gemeinde - 17.00
Burggraben 1, Gießen
Das Theaterstück „… und der Regen rinnt“ ist ein Projekt des Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben in Kassel. Es ist ein musikalisch- © Sarah Nußbaum Zentrum für Jüdisches Leben in Kassel literarisches Theaterstück über das Ghetto Theresienstadt und verbindet Holocaust-Erinnerung mit der Perspektive junger Menschen. Im Mittelpunkt stehen vier Frauen, die während der NS-Zeit nach Theresienstadt deportiert wurden:
Sara Nussbaum – aus Kassel stammend, später Ehrenbürgerin der Stadt
Ilse Weber – Schriftstellerin, Dichterin und Musikerin
Helga Weiss – Künstlerin und Zeitzeugin
Greta Klingsberg – Sängerin und Überlebende
Ihre Lebensgeschichten werden miteinander verbunden. Grundlage sind Tagebücher, Briefe, Gedichte und Lieder.
Das Stück wurde von Jugendlichen selbst entwickelt. Sie haben sich mit den Biografien der vier Frauen beschäftigt und daraus eine musikalische Bühnenfassung erarbeitet. Die musikalische Leitung liegt bei Maria Radzikhovskiy. Zum Einsatz kommen unter anderem Werke von Ilse Weber und Hans Krása.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Jugendchor Cantamus des Staatstheaters Kassel und wurde später weiterentwickelt. Es wurde unter anderem 2019 im Rahmen der Hessischen Theatertage, 2020 in der Jugendkulturkirche CROSS und 2020/21 im Staatstheater Kassel gezeigt.
2023 reiste die Jugendgruppe nach Terezín/Theresienstadt. Dort führten die Jugendlichen das Stück sogar auf dem Dachboden der Magdeburger Kaserne auf – an einem Ort, an dem während der NS-Zeit Kinder die Oper „Brundibár“ aufgeführt hatten. Bei dieser Aufführung war auch die Zeitzeugin Michaela Vidláková anwesend.
Aus dem Theaterprojekt entstand außerdem ein Filmprojekt „… und der Regen rinnt“.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Veranstalter: Jüdische Gemeinde Gießen