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Jüdisches Leben in Frankfurt (II)

Exkursion

24. Juni 2018



Frankfurt/M.


Abfahrt um 12:15 mit dem Bus am Hauptbahnhof, Bussteig D, Rückankunft um ca. 20 Uhr

Mit dieser Exkursion schließen wir an die des vergangenen Jahres in Frankfurt an. Wieder unter der freundlichen und kundigen Führung von Gabriela Schlick-Bamberger werden die Gedenkstätte Großmarkthalle und das Museum Judengasse besucht. Auf der Rückfahrt besichtigen wir außerdem den jüdischen Friedhof in Wallau. In Frankfurt wird zuerst die Gedenkstätte Großmarkthalle besucht. Nach einer Kaffeepause gehen wir durch die Judengasse (ca. 15 Minuten) zum Museum. Nach der Besichtigung des Friedhofs in Wallau kehren wir auf der Rückfahrt zum gemeinsamen Abendessen im „Alten Hof“ in Wallau ein.

Der Preis beträgt 20 Euro für Busfahrt und Führungen.

Bitte melden Sie sich bis zum 20. Juni telefonisch, per Mail oder Post an und überweisen den Teilnehmerbetrag.  Kontaktdaten siehe oben.

Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle

Diese wurde im Rahmen des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) gestaltet. Sie erinnert an die über 10.000 Menschen, die von dort aus mit Zügen in die Konzentrations- und Vernichtungslager zwangsdeportiert und ermordet wurden. Die Keller der ehemaligen Großmarkthalle, die zum architektonischen Ensemble der Großmarkthalle gehören, benutzte die Gestapo von 1941–1945 als Sammelplatz für die verfolgten Juden.

Museum Judengasse

Als die Stadt Frankfurt 1987 ein neues Gebäude für die Stadtwerke errichten wollte, stieß man auf Fundamente von Häusern der Judengasse. Nach öffentlichen Kontroversen wurde mit einem Teil der Funde ein Museum eingerichtet. Es bildet einen räumlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit dem alten jüdischen Friedhof und der Gedenkstätte Börneplatz für die deportierten und ermordeten Frankfurter Juden.

Die Ausstellung eröffnet verschiedene Perspektiven auf jüdisches Alltagsleben der frühen Neuzeit. Im Fokus stehen dabei die vielfältigen Beziehungen, die die Einwohner der Judengasse mit den christlichen Bewohnern der Stadt, dem Frankfurter Rat und dem Kaiser unterhielten, sowie die Literatur und Musik, die vor Ort entstand, gelesen oder gedruckt wurde.

Jüdischer Friedhof Wallau

1536 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Juden in Wallau. Die Beerdigungen fanden zunächst auf dem jüdischen Friedhof in Niederhofheim statt.

Der Friedhof in Wallau wurde spätestens in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt. Auf ihm wurden Verstorbene aus den jüdischen Gemeinden/Familien in Wallau, Delkenheim, Massenheim, Diedenbergen, Langenhain, Wildsachsen, Nordenstadt, Breckenheim, Medenbach und Igstadt beigesetzt.

Nachdem der Friedhof jahrelang schlecht gepflegt und zunehmend von Brombeerranken überwuchert war, ist er 2017 wieder hergerichtet worden

Trotz der Zerstörungen in der NS-Zeit finden sich auch im alten Teil noch Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert. Das neuere Gräberfeld wurde etwa ab 1842 benutzt. Die letzten Beisetzungen fanden 1939/40 statt.

In der Mitte des Friedhofes befinden sich ein Gefallenendenkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie ein Gedenkstein für die 34 in der NS-Zeit umgekommenen jüdischen Personen aus Wallau und den umliegenden Orten.