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„Wehe dem, der alleine ist“

Lesung und Gespräch mit Peter Neumaier

24. Januar 2021


Online-Veranstaltung via Zoom - 17.00 Uhr
Wiesbaden


Der Rechtsanwalt Ernst Seidenberger hat eine Odyssee durch das München der Nazi-Zeit erlebt. Sein Enkel Peter Neumaier hat ihm eine Biografie gewidmet. Ernst Seidenberger, der einer alteingesessenen Familie entstammte, verspürte schon früh den Wunsch, sich von seiner jüdischen Herkunft abzugrenzen und sich in die „deutsche Gemeinschaft“ zu integrieren. So konvertierte er zum katholischen Glauben und meldete sich 1914 als Kriegsfreiwilliger.- Die NS-Zeit bedeutete für ihn eine einzige Demütigung. Seine Kanzlei musste schließen, seine „Mischehe“ wurde geschieden. Ihm blieb nur die Betreuung der jüdischen Mandanten als Konsulent. Schließlich wurde er in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Vereinsamt überlebt er die Nazidiktatur und besaß nach 1945 die Kraft, sich für Recht und Gerechtigkeit zu engagieren.

Peter Neumaier (Bild oben; Copyright: Gustav Eckart), geb. 1949 in Frankfurt a.M., Studium der Volkswirtschaftslehre und Politik, bis 2011 Lehrer an einem Oberstufengymnasium in Wiesbaden in den Fächern „Politik und Wirtschaft“ und „Wirtschaftswissenschaften“. Bis 2013 Lehrauftrag am Lehrstuhl für Didaktik der Sozialwissenschaften und der politischen Bildung an der Universität Frankfurt. Veröffentlichungen zur politischen und ökonomischen Bildung, seit einigen Jahren familienhistorische Recherchen.

Die Veranstaltung wird als Zoom-Meeting angeboten.
Interessierte können sich unter
info@gcjz-wiesbaden.de anmelden und erhalten die Zugangsdaten.

Literaturempfehlung:

Peter Neumaier:
„Wehe dem, der allein ist!“
Mein Großvater Ernst Seidenberger. Münchner Rechtsanwalt in der NS-Zeit.

Mit einem Vorwort von Micha Brumlik

Verlag Hentrich & Hentrich
Leipzig 2018
(ISBN: 978-3-95565-277-7)